Amerykahnischer Traum

Sebastian Fasthuber | Kultur | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

MUSIK Die Ausnahme-Soulsängerin Erykah Badu mischt politischen Funk und introspektiven HipHop. In Wiesen gibt sie ihr erstes Österreich-Konzert.

Auf die Frage, warum sie seit ihrem stilbildenden New-Soul-Debüt „Baduizm“ 1997 nur zwei weitere Studioalben veröffentlicht hat, gab Erykah Badu dem amerikanischen Blender Magazine vor kurzem Folgendes zu Protokoll: „Zeit ist für Weiße.“ Das ist als programmatische „Black and proud“-Aussage zu verstehen, sei zur Sicherheit aber auch dem für Samstagabend anberaumten Auftritt der erratischen Diva beim Jazzfest Wiesen vorausgeschickt. „Sie ist bekannt für gute, tiefschürfende Platten und Konzerte, die nie pünktlich beginnen“, drückt es das Internet-Musikmagazin Pitchfork aus.

Das Warten wird sich auf jeden Fall lohnen. Besonders mit ihrem aktuellen Album „New Amerykah Part One (4th World War)“, das die kleine Ewigkeit von acht Jahren nach seinem Vorgänger „Mama’s Gun“ erschien, beweist sich Badu als wahrscheinlich

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