Nimm kein Sackerl

Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

UMWELT China, San Francisco oder Palau verbieten Plastiksackerln. Was tut Wien?

Gratissackerl dazu?“, lautet die beliebte Kassafrage beim ebenso beliebten Drogeriemarkt. Wer kann dazu schon nein sagen? Und so stopfen aufgeklärte Stadtbewohner tierversuchsfreie Pflegemittel, biologisch-dynamische Babynahrung und garantiert fair gehandelten Kaffee munter in den Gratissack. Manche verpacken sogar ohnehin foliertes Klopapier nochmal in einen dm-Beutel, kostet ja nichts. Wer das freundlich gemeinte Angebot ablehnt und statt zum Sackerl zur mitgebrachten Tasche greift, erntet mitleidige Blicke.

Also erstens ist auch das Gratissackerl nicht gratis, sondern das Unternehmen kommt über Umwege an das Geld dafür. Und zweitens ist (nicht nur) das kostenlose Plastiksackerl böse, weil es irgendwann auf dem Müllberg landen, verbrannt oder anderweitig entsorgt werden muss. Ganz zu schweigen von der Herstellung. In San Francisco hat die Stadtverwaltung schon vor ein paar Monaten Plastik den Korb gegeben.

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