Frieren mit Tschechow

Hermann Götz | Kultur | aus FALTER 31/08 vom 30.07.2008

THEATER Jenseits der unerträglichen Leichtigkeit: Das THEO präsentiert mit Tschechows "Drei Schwestern" eine anspruchsvolle Sommerproduktion.

Das Wetter war perfekt an diesem Premierenabend - perfekt für eine Theaterproduktion, die nur als Kontrastprogramm zum landauf, landab zelebrierten Sommertheater verstanden werden kann. Es regnete. Vereinzelt kamen ein paar Strahlen Sommersonne hervor und warfen einen riesigen Regenbogen an den Gewitterhimmel im Osten. So lassen sich auch die gut hundert Kilometer von Graz nach Oberzeiring genießen. Dort nämlich bringt Peter Fasshuber in seinem THEO Theater Oberzeiring Jahr für Jahr auch eine Sommerproduktion. Keine leichte Muse, keinen Nestroy oder Molière, sondern ambitioniertes Regie- und Autorentheater, wie es hier abseits aller urbanen Strukturen auch unterm Jahr gepflegt wird.

Doch so konsequent wie heuer hat Fasshuber der Komödieninflation zur warmen Jahreszeit noch selten die Stirn geboten. Anton Tschechows "Drei Schwestern" werden am

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