"Wir ersticken"

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 31/08 vom 30.07.2008

JUSTIZ Warum brauchen Österreichs Staatsanwälte so lange, um politisch heikle Fälle aufzuklären, Herr Jarosch?

Am Vormittag muss er ein "Rauberl" anklagen, dann rufen die Presseleute an und wollen Infos über Meinl, Platter oder Westenthaler. Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, ist die Stimme der Wiener Anklagebehörde und zugleich ein ganz normaler Staatsanwalt: gestresst, aber auch selbstbewusst und gar nicht mehr öffentlichkeitsscheu. Jarosch gehört einer neuen Generation von Anklägern an, die in politischen Causen oder Wirtschaftsfällen bissiger auftreten als ihre Vorgänger. Vergangene Woche fasste er Kritik von Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) aus. Jarosch verglich die Affäre rund um den von Politikern und Spitzenbeamten betriebenen mutmaßlichen Verrat von geheimen Polizeidaten von Arigona Zogaj mit der Spitzelaffäre - damals plünderten blaue Politiker den Polizeicomputer, um Kritiker zu diskreditieren. Fekter, deren Spitzenbeamte unter Verdacht stehen


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