Presseschau

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 31/08 vom 30.07.2008

Nein, ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon hat unrecht, wenn er sich im Standard beschwert, die Krone führe einen Vernichtungsfeldzug gegen die ÖVP. Man wird ja wohl noch verliebt sein dürfen. Anders als mit postklimakterischen Hormonwallungen ist kaum zu erklären, warum die Krone in SPÖ-Chef Werner Faymann mittlerweile sogar gealterte Skilegenden wiederzuerkennen glaubt. Die ÖVP unter Wilhelm Molterer könnte laut Krone "deshalb Zweiter sein, weil der Faymann im skihistorischen Vergleich zum Toni Sailer wird ...", lautete die Analyse letzten Mittwoch. Am Sonntag wurde Faymann im großen Krone-Interview dann kritisch befragt: "Was erzählen Ihnen die Menschen?". Da erfuhr man, dass Faymann mit seiner Frau "und nicht mit Brüssel verheiratet" ist. Am Montag stellte die Krone bestimmt fest: Die Faymann-SPÖ habe begriffen, dass die politische Situation mehr als ernst ist. Aber "die Molterer-&-Schüssel-ÖVP ist noch nicht so weit und lässt sich durch gute Umfrageergebnisse einlullen". Und was ist mit Generalsekretär Missethon? Der wird von der Krone geflissentlich verschmäht.


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