Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 31/08 vom 30.07.2008

Additionen Wie wäre es zum Beispiel mit einem Sarg für eine Spitzmaus. Solch eine wunderbare Holzschachtel altägyptischer Herkunft befindet sich seit 2004 im Besitz des Kunsthistorischen Museums (KHM). In der Ausstellung "Additionen" werden Neuerwerbungen des Museums in der Direktionszeit Seipel von 1990 bis 2008 präsentiert. Acht Millionen Euro wurden seit Beginn der 90er ausgegeben. Zum Vergleich: Johann Kräftner, Direktor des Liechtenstein Museums und ehemaliger Mitarbeiter des KHM, soll kolportierte 15 Millionen Euro jährlich zur Verfügung haben. Den Großteil von Seipels 75.000 Ankäufen stellen Münzen dar. Verführerisch glitzern die Edelsteine der Ordenskette "Collane eines Ritters des Ordens vom Goldenen Vlies" von 1870/90 am Beginn der Ausstellung, die aus Privatbesitz in die Schatzkammer gelangte. Unter den Gemälden führt Hans von Aachens "Tarquinius und Lucretia" die Hochkaräter an. Eine kleine byzantinische Schale (10./11. Jhdt.) aus Sardonyx gehört ebenso zum Neubestand


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