Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 31/08 vom 30.07.2008

Sex

Metro Ein Bekannter wollte beweisen, dass man als metrosexueller Mann in Griechenland ganz normal einen gegengeschlechtlichen Aufriss tätigen kann. Er zückte also Föhn und Rock, stylte sich auf "weich und sensibel" - und startete los in die Dorfdisko. Doch beim Eingang war schon stopp. Dies sei ein ernsthafter Club, solche Clowns können sie hier nicht brauchen. Während des Gesprächs lief im Hintergrund eine touristenfreundliche Diskoversion von "Sierra Madre" der Zillertaler Schürzenjäger. Und sie hätten gewiss nichts gegen Schwule, die gäbe es hier wahrscheinlich auch, so sagt man sich jedenfalls. Der Bekannte bestand weiter auf sein Metrosexuellendasein, doch die Türsteher gaben ihm den Weisel. Also ging er in eine Bar. Die Kellnerin dort musterte ihn mit großen Augen und verschwand. Kurz darauf drückte sie ihm eine alte Hose ihres Bruders in die Hand. Er müsse nicht mit dem Rock herumgehen, sein Gepäck würde bestimmt gefunden. Kurz: Der Bekannte trank viel in dieser Nacht. Kein Aufriss. Hose zu hässlich.

Heidi List

Fussball

Habemus Klekih-petra Die Berufung des Tschechen Karel Brückner zum ÖFB-Teamchef wirft zahlreiche Fragen auf. Erstens: Warum sieht der angeblich erst 68-jährige Mann aus wie 79? Zweitens: Warum wurde dann nicht gleich Branko Elsner engagiert, der schon 79 ist? Drittens: Hat Brückner seinen Spitznamen Klekih-petra wirklich der Ähnlichkeit mit einer Karl-May-Figur zu verdanken, oder ist das nur der böhmische Ausdruck für Grantscherm? Viertens: Werden die Nationalspieler vor Länderspielen künftig im "Schloss" oder in der "Strafkolonie" kaserniert? Fünftens: Wird Brückner im selben Hotel wohnen wie sein großer slowakischer Vorgänger, der ebenso weißhaarige Leopold Stastny? Sechstens: Kann die Zusammenarbeit des ÖFB mit Sponsor Stiegl fortgesetzt werden, oder besteht Brückner auf Budweiser? Siebentens: Wann tritt Friedrich Stickler endlich zurück?

Wolfgang Kralicek


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