Petite Paris

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 31/08 vom 30.07.2008

WELT IN WIEN (3) Ganz schön pompös: Wie eine Seitengasse des 12. Pariser Arrondissements nicht ganz zufällig nach Wien-Wieden kam.

Über die steilen Mansarden und schmalen Balkone, die typisch für die französische Hauptstadt sind, war an dieser Stelle schon die Rede. Wer sich in Paris aufhält, kann aber gar nicht festmachen, worin sich der ganz eigene Stil dieser Stadt ausdrückt. Es sieht ja alles gleich aus. Wenn sich dagegen ein Haus à la française nach Wien verirrt, bildet es unter tausenden eine Ausnahme - und sein Stil lässt sich sofort beschreiben: meterhohe Fenster, davor die obligaten kleinen Balkongitter aus verschnörkeltem Gusseisen, oft mit vergoldeten Blumenornamenten darüber. Das Dach, das bei Wiener Häusern nur über seinen Nutzwert definiert zu sein scheint, dient in Frankreich der Repräsentation: Große runde Fenster zieren seine Schrägen, selbst die Rauchfänge ragen wie stolze Masten aus dem Häusermeer. Und eine weitere Pariser Eigenheit: Das eiserne Tor


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