Zur Person

Politik | aus FALTER 32/08 vom 06.08.2008

Der Wiener Rechtsprofessor Manfred Nowak, 58, zählt zu den international renommiertesten Menschenrechtlern. Er studierte in Wien und an der Columbia. Immer wieder inspiziert er im Auftrag der Uno die Folterkeller autoritärer Staaten. Ab 1994 arbeitete er für drei Jahre als UN-Experte für vermisste Personen im ehemaligen Jugoslawien. Er ließ in Srebrenica nach den Opfern des Massakers suchen. Zwischen 1996 und 2003 war er Richter des internationalen Gerichtshofs in Bosnien. Dort erlebte er im Januar 2002, wie CIA-Agenten Terrorverdächtige nach Guantanamo verschleppten, die zuvor freigesprochen worden waren. 2004 wurde Nowak von der Uno zum Sonderberichterstatter für Folter benannt. Im Jahr 2006 kritisierte er Folterungen im US-Internierungslager Guantanamo. Die US-Regierung ließ ihn das Lager nicht besuchen. In Österreich arbeitet Nowak für den Menschenrechtsbeirat des Innenministeriums. 2007 erhielt er den Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte.


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