"Jetzt bin ich gefeuert"

Medien | Nina Horaczek und Julia Ortner | aus FALTER 32/08 vom 06.08.2008

ORF Ingrid Thurnher, Leiterin der ORF-Wahlkonfrontationen, über die Eitelkeiten am Bildschirm, die Verhaberung zwischen Politikern und Journalisten und die Zähmung des widerspenstigen Ponys.

Fragen stellen tut sie gerne. Fragen beantworten lieber nicht. Nach fast 15 Jahren beim Fernsehen hat sich Ingrid Thurnher noch immer nicht daran gewöhnt, dass andere Journalisten sie interviewen. Es sei einfach ein seltsames Gefühl, von Kollegen befragt zu werden, sagt die beliebteste Moderatorin des Landes. Ab 22. August geht Thurnher wieder auf Konfrontation: Da werden Österreichs Spitzenpolitiker zu ihr ins Studio geladen, um vor der Nationalratswahl gegeneinander anzutreten. Zwei Wochen vor Sendungsbeginn erzählt die ORF-Journalistin, wie sie das Publikum vor hartnäckigen Politphrasendreschern bewahren will und wieso Männer aggressiver fragen als Frauen.

Falter: Frau Thurnher, Sie haben mit den TV-Konfrontationen den begehrtesten Job am Küniglberg. Wer ist jetzt aller auf Sie neidisch?

Ingrid


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