"Die Moderne war ein Niemandsland"

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 32/08 vom 06.08.2008

KUNST Werner Hofmann hat das 20er Haus gegründet und Österreich mit der Moderne bekanntgemacht. Dieser Tage wird er 80. Ein Gespräch über seine Wiener Jahre, den Mai 68 und die aktuelle Museumsdebatte.

Nur eines bitte ich Sie: Schreiben Sie meinen Namen nicht falsch", sagt Werner Hofmann, dessen Name wie "Hoffmann" ausgesprochen wird. Anfang Juni kam der Museumsmann und Kunsthistoriker zu einer ihm zu Ehren organisierten Ausstellung ins Museum moderner Kunst (Mumok). Der Titel "Mehransichtigkeiten" soll den Versuch Hofmanns benennen, die jahrzehntelang aus der öffentlichen Rede verbannte Moderne aufzuarbeiten, ohne die ihr innewohnenden Widersprüche auszusparen. In seinen Ausstellungen im 20er Haus, das derzeit renoviert wird, machte Hofmann das Wiener Publikum mit der jahrzehntelang geschmähten Moderne und mit dem zeitgenössischen Kunstgeschehen, etwa der Pop-Art, vertraut. Seine Ankäufe von Werken moderner Klassiker konnten die Sammlungslücken der Bundesmuseen notdürftig schließen.


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