Werke im öffentlichen Raum

Brunnen, Bäume, Buchs

Kultur | aus FALTER 32/08 vom 06.08.2008

Kaum ein bildender Künstler in der Steiermark hat derart intensiv im öffentlichen Raum gearbeitet wie Hartmut Skerbisch, der sich nach frühen Arbeiten mit Video und Fotografie zusehends skulpturalen Arbeiten zugewandt hat. Sein "Lichtschwert" zwischen Oper und Next Liberty gehört heute zum Grazer Stadtbild. Die Idee war damals ganz einfach. Für diese Auftragsarbeit des steirischen herbst, der sich 1992 mit dem Thema "America Nowhere" befasste, hat Hartmut Skerbisch vor allem folgenden Satz aus Franz Kafkas Romanfragment "Amerika" ("Der Verschollene") ernst genommen: "Ihr Arm mit dem Schwert ragte wie neuerdings empor und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte." Skerbisch setzte Kafkas "Raumsprache" in Raum um, ersetzte die Fackel der echten Freiheitsstatue durch ein Schwert, außerdem die Fackel durch eine Kugel und reduzierte die Statue auf ihr Stahlskelett. Ein von Skerbisch ursprünglich konzipiertes zweites Objekt für den Innenraum der Oper - eine Art Glaszertrümmerungsmaschine


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