Kleines Versailles in Gries

Tiz Schaffer | Kultur | aus FALTER 32/08 vom 06.08.2008

GARTENKUNST Seit 2004 werden im kunstGarten die zeitgenössischen Künste von Rosenduft umweht. Eine Idylle, die auch trügerisch sein will.

Der kunstGarten ist das Paradies. Zumindest im metaphorischen Sinne. Folgerichtig wurde er letztes Jahr für den Staatspreis Tourismus "Garten Eden Österreich" nominiert. Auf die biblisch überlieferte Vertreibung nehmen auch Irmi und Reinfried Horn gerne Bezug, wenn sie von ihrem Garten als wiedergefundenem "Refugium" sprechen. Es handelt sich hierbei aber nicht um entpolitisiertes Neo-Biedermeier oder die Idee einer romantischen Christenzusammenführung im Sinne Novalis', sondern um den Versuch, die vermeintliche Harmlosigkeit der Flora mit zeitgenössischer Kunst zu konterkarieren. Schönheit reibt sich an Kritik. Von einem "Trojanischen Pferd" spricht Irmi Horn, wenn sie Menschen über die Schönheit des Gartens zur Kunst verführt.

Seit 1981 bewohnt das Ehepaar Horn - beide nicht mehr praktizierende Volksschullehrer, immer schon in der Kunstszene

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