Liebe Leserin, Lieber Leser

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Was auch immer man von Roland Horngacher halten mag, eins kann man von Wiens einst mächtigstem Polizeigeneral nicht behaupten: dass er eine öde Figur wäre. Nein, in Horngacher, der nun vom Obersten Gerichtshof zu 15 Monaten auf Bewährung (noch nicht rechtskräftig) verurteilt wurde, u.a., weil er geheime Informationen weitergegeben hatte, ist sozusagen Musik drin. Der Mann, der seine Umgebung nicht gerade mit Glacéhandschuhen angefasst hat und dem Bestechlichkeit zur Last gelegt wurde, holt nun zum Gegenschlag aus: Florian Klenk ist der erste (und vorerst wohl auch letzte) Journalist, den Horngacher in seinem Grinzinger Operettenanwesen empfing, um auszupacken. Acht Stunden lang sprach der gefallene General Klenk aufs Band, sprach über Korruption und den Sittenverfall der Polizei (siehe S. 8).

Ein definitv letztes Interview führte Barbara Tóth. Sie besuchte noch vor wenigen Wochen Fred Sinowatz (siehe S. 13), den ehemaligen unfreiwilligen Parteivorsitzenden der SPÖ, der das Kanzleramt


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