Russen und Rosen

Vorwort | Gerald Knaus | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Kommentar. Russlands aggressive Verteidigung seiner Einflusssphäre ist für Georgien, aber auch für die Zukunft Europas alarmierend.

Eigentlich plante meine Kollegin Ketevan Tsikhelashvili nach einem Kurzurlaub im georgischen Skiort Bakuriani schon in dieser Woche, einigen für das Verständnis der georgischen Innenpolitik interessanten Fragen nachzugehen. Etwa: Warum sitzen im Parlament nur sechs Prozent Frauen? Wie steht es um das Versprechen der Regierung, Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten zu schaffen? Und wie sieht die Zukunft der Zitrusproduktion im Hinterland der Hafenstadt Poti aus? Die Stellung von Frauen, die Sorgen der Landwirte, immerhin 50 Prozent der georgischen Bevölkerung: Dies waren bis vor einer Woche die brennenden Fragen des Landes. Heute fragen sich die Georgier, ob ihr Land den Krieg mit Russland überleben wird.

Wie und wann dieser Konflikt, der wie ein Lauffeuer von Südossetien auf Abchasien und den Rest des georgischen Territorium übergegriffen hat, zu Ende


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige