Presseschau

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Vielleicht sollten Chronik-Schreiber nicht auf Polit-Parteitage fahren. Andererseits wäre es auch wieder schade, die literarischen Ergüsse eines Claus Pándi, Chronik-Chef der Krone, zum SPÖ-Parteitag zu missen. Da landet Alfred Gusenbauer auf dem „politischen Friedhof der Namenlosen, die sich an ihrer überragenden Überlegenheit über das gemeine Volk zerschellt betrachten“. Derweil Werner Faymann wie Phönix aus der Asche stieg, möchte man hinzufügen. Aber die blöden Politikjournalisten begreifen das natürlich nicht. Da wird „mit blaßrosa Frauenschrift (Achtung! Besonders kreative Anspielung auf die Standard-Chefredakteurin, angelehnt an Franz Werfel, Anm.) Faymanns Nähe zu den Menschen als würdelose Annäherung gemaßregelt“. Und „es hört sich wie ein Vorwurf an, wenn in manchen Blättern zu lesen ist, Faymann verstehe es, sich verständlich auszudrücken“. In Wirklichkeit hat das alles aber einen Grund: Wir von der Konkurrenz schimpfen ja nur, wie aus der Krone von Montag zu erfahren ist, weil wir „eifersüchtig sind, dass der neue SPÖ-Boss mit der Krone gut kann“.


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