Das Leben in der Warteschleife

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Angelika Reitzer schreibt über Frauen, die noch jung sein müssen.

Der Titel ist schon mal gut: „Frauen in Vasen“, so könnte auch eine Geschichte von Max Goldt heißen. Im Falle des jüngsten Prosabands der in Wien lebenden Grazerin Angelika Reitzer ist er allerdings überhaupt nicht witzig gemeint, und es kommen auch gar keine Vasen vor. Frauen allerdings schon; Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs, vor allem jedoch in der Warteschleife zwischen ausgedehnter Jugend und Erwachsensein, Prekariat und Selbstverwirklichung: „Nun: ich trinke viel; ich schreibe viel: ich versuche die Recherche für diesen Film hinzukriegen, und morgen treffe ich mich mit irgendwem, der mich für irgendein Projekt als Assistentin haben will/vielleicht auch nicht. Der Unterschied schlägt sich nicht in Geld nieder.“ Dabei gibt es durchaus konservative Wünsche: „Wir hatten eine Existenz gründen wollen.“

Die einzelnen Erzählungen sind durch die Ich-Erzählerin und das Milieu miteinander verbunden.


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