Heaven Can Wait

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Musik. Randy Newman hat auch mit 65 nichts von seiner Brillanz eingebüßt. Mit „Harps and Angels“ legt der US-Songwriter ein neues Meisterwerk vor.

Es schaut nicht gut aus für den Erzähler von „Harps and Angels“: „I caught something made me so sick / That I thought that I would die.“ Er wähnt sich bereits halb auf der anderen Seite, hört süßen Engelsgesang und Harfen, als ihm die Stimme des Schöpfers (ER spricht französisch!) verkündet, es handle sich um ein bedauerliches Versehen und er sei noch nicht an der Reihe. Immerhin kann der Überlebende seinen Zuhörern verkünden: „There really is an afterlife / And I hope to see all of you there / Let’s go get a drink.“

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass Randy Newman auch 40 Jahre nach seinem Debütalbum immer noch ein relevanter Songschreiber ist, dann hat er ihn gleich im eröffnenden Titelsong erbracht. Nicht nur textlich ist der 65-jährige Kalifornier mit dem bösen Blick, der in den letzten Jahren vor


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