Das unübersehbare Chamäleon

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Film. Steve Buscemi gehört zu den markantesten Schauspielern des amerikanischen Independent-Kinos. Für „Interview“ schrieb er sich selbst wieder einmal eine Hauptrolle.

Sätze, mit denen man ein Interview eher nicht beginnen sollte: „Es tut mir leid, ich habe keinen Ihrer Filme gesehen.“ Pierre, ein abgehalfterter Politjournalist, macht aus seiner Verachtung für Katya, den Star einer populären Fernsehsoap namens „City Girls“, keinen Hehl. Sie ist eine Stunde zu spät dran, er in Gedanken schon auf halbem Weg nach Washington. Ein paar weitere unfreundliche Worte folgen, und das Interview ist beendet; fürs Erste zumindest.

„Interview“, so heißt auch der Film, den US-Schauspieler Steve Buscemi mit Sienna Miller und ihm selbst in den Hauptrollen gedreht hat. Vorlage dieses Kammerspiels für zwei Personen ist ein gleichnamiger Film des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh, den dieser 2003, knapp ein Jahr vor seiner Ermordung durch einen islamischen Fundamentalisten,


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