Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Leg dich nicht mit Zohan an In einem Sommer, in dem ein US-Präsidentschaftskandidat mit Paris Hilton verglichen wird, ist es nur folgerichtig, wenn sich Adam Sandler als Außenminister empfiehlt: Nachdem er sich zuletzt für die Schwulenehe ins Zeug gelegt hat („Chuck & Larry“), nimmt sich der Starkomiker nun des Nahostkonflikts an: Mit dem erfreulichen Unterschied, dass es diesmal zwischen den üblichen unverbindlichen Toleranzbotschaften nicht an kostbar billigen Pointen um israelische Softdrinks, Hummus-Missbrauch und Hisbollah-Hotlines fehlt.

Als omnipotenter Mossad-Agent mit Mariah-Carey-T-Shirts, einem boratesken Akzent und einer Leidenschaft für die Haarmode der vorvorigen Dekade gibt Sandler seine witzigste Darstellung seit den güldenen Zeiten von „Happy Gilmore“. Verdrossen vom endlosen Antiterrorkampf, täuscht Zohan seinen Tod vor und taucht nach New York ab, um dort seine Coiffeur-Aspirationen in die Tat umzusetzen. Die Fehden aus der Vergangenheit holen ihn bald ein,


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