Mieten in Wien

Stadtleben | Matthias Writze | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Strenge Regeln In Österreich gibt es Obergrenzen für Mieten, die gesetzlich geregelt sind. Dieser sogenannte Richtwertmietzins beträgt für Wien 4,73 Euro pro Quadratmeter netto, also ohne Steuern und Betriebskosten. Dazu kommen je nach Ausstattung und Lage Zu- und Abschläge, die bei Vertragsabschluss ausgehandelt werden. Verbessert sich die Lage der Wohnung, etwa durch U-Bahn-Ausbau, darf die Miete nicht nachträglich erhöht werden.

Neubauwohnungen, Dachausbauten oder Luxuswohnungen unterliegen nicht dem Richtwertmietzins. Im Streifall prüft eine Schlichtungsstelle oder ein Gericht. Die Miete darf bei einem bestehenden Vertrag nicht erhöht werden. Streng ist auch der Kündigungsschutz: Ein Mieter darf nur mit triftigem Grund gekündigt werden, etwa wenn er nicht zahlt oder andere Hausbewohner belästigt. Die Kündigung muss immer durch ein Gerichtsverfahren bestätigt werden. Bei Geschäftsmieten gibt es keinen Richtwertmietzins, Verträge werden öfter als bei Wohnungen befristet abgeschlossen – ein Grund, warum die kleinen Läden aus den teuren Straßen der Innenstadt verdrängt werden.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige