So nah und doch so fein

Stadtleben | Christof Huemer und Tiz Schaffer | aus FALTER 33/08 vom 13.08.2008

Auszeit. Gerade im Sommer ist es in der Stadt manchmal nicht mehr auszuhalten. Wie man mit minimalem Aufwand zu maximalem Genuss kommt, verraten diese vier Anleitungen zur Flucht.

Manchmal muss man einfach weg. „Immer wenn ich mich dabei ertappe, wie ich unwillkürlich vor Sargmagazinen stehen bleibe und hinter jedem Leichenzug hertrotte, der mir begegnet; ganz besonders aber, wenn Gift und Galle in mir so überhand nehmen, dass ich all meine moralischen Grundsätze aufbieten muss, um nicht auf die Straße hinauszulaufen und den Leuten mit vollem Bedacht die Hüte herunterzuschlagen – dann ...“, hält es Herman Melvilles Ismael im Roman „Moby Dick“ „für die allerhöchste Zeit, zur See zu gehen, und zwar sofort“. Was er dabei erlebt, füllt dann mehrere Hundert Seiten, rückt Holzbeine in ein schiefes Licht und nimmt nur bedingt ein gutes Ende. Am Beginn aber stand das kompromisslose „Nix wie weg“ und „Nur raus hier“ – Hauptsache, die Stadtgrenze hinter sich lassen.


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