„Was sagen Sie da?“

Politik | Florian Klenk und Barbara Tóth | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

SPÖ Wien ist vorbildlich verwaltet. Oder? Bürgermeister Michael Häupl über teure Kindergärten, eingeschüchterte Ärzte, giftige Kanäle, das Prater-Desaster und die Zukunft der Wissenschaftsstadt Wien.

Runtergekühlt und leise ist es im Bürgermeisterbüro, das so groß ist, dass es auch als Rittersaal durchgehen würde. Häupls Fiakerimage hat zuletzt Kratzer bekommen, die angeblich mustergültig verwaltete Stadt bietet der Opposition plötzlich eine Angriffsfläche. Hier nimmt er zu vielen Vorwürfen Stellung.

Falter: Herr Bürgermeister, wir wollen über Familie und Politik reden. Waren Sie im Kindergarten?

Michael Häupl: Ich habe meine Kindheit im Dorf verbracht, in Sankt Christophen in Niederösterreich. Beide Eltern waren Lehrer. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen. Mein Großvater war pensionierter Lehrer. Ich lernte also frühzeitig lesen, schreiben und rechnen.

Sie waren also in einem privaten Kindergarten mit einem Betreuungsverhältnis von eins zu eins.

Zwei zu eins.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige