So funktioniert Wikipedia

Medien | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

Das Prinzip der Onlineenzyklopädie ist einfach: Jeder kann Artikel bearbeiten und verbessern. Zu jedem Artikel gibt es eine Diskussionsseite, auf der sich die User über problematische Passagen austauschen und gemeinsam an der Verbesserung des Artikels arbeiten können. Alle Änderungen werden aufgezeichnet und können mit einem einzigen Mausklick rückgängig gemacht werden. So können Sabotageaktionen von destruktiven Nutzern kaum Schaden anrichten. Jeder Text muss seine Informationen aus verlässlichen Quellen zitieren, und Wikipedia dient ausdrücklich nicht zur Publikation von eigenen Forschungsarbeiten. Dazu kommt das Kriterium der Neutralität. Für den Artikel über den Südossetienkrieg heißt dies etwa, dass russische, westliche und georgische Quellen verwendet werden müssen. Erfüllt ein Text diese Kriterien nicht, so kann man ihn kennzeichnen. Ein Symbol mit einer schiefen Waage weist zum Beispiel auf fehlende Neutralität hin, ein Buch mit leeren Seiten auf fehlende Quellenangaben. Für die Einhaltung der Regeln sorgen tausende ehrenamtliche Administratoren. Bei Regelüberschreitungen können sie einzelne User am Schreiben hindern. Ist ein Artikel häufig Opfer von Wikipedia-Vandalismus können die Administratoren diesen sperren, sodass jede Änderung von ihnen autorisiert werden muss. Gibt es einzelne Störenfriede, können die Administratoren auch nur diese am Eingreifen hindern. Bei näherer Betrachtung ist das Wikipedia-System doch ziemlich kompliziert.


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