Schluss mit lustig!

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

FILM In „The Dark Knight“, der bislang überzeugendsten und komplexesten „Batman“-Verfilmung, erweist sich der Millionär im Fledermauskostüm als strenger Volkserzieher und absolut zeitgenössischer Ordnungshüter: ein Held für den permanenten Ausnahmezustand.

Das Figurenpersonal von „The Dark Knight“ lässt eher an die Westernkulisse des Monument Valley denken als an Gotham City. Es treten auf: ein einsamer Aufrechter, der die Zivilisation nur verteidigen kann, indem er sich an ihrer äußersten Grenze bewegt; Männer des Gesetzes, die versuchen, mit rechtsstaatlichen Mitteln Ordnung herzustellen und dabei doch ununterbrochen auf den starken Arm des Outlaws angewiesen sind; und ein junger Wilder, der dem Gesellschaftsvertrag der Stadtväter das Recht des Stärkeren, Flinkeren und Skrupelloseren entgegenhält.

Nach Ausflügen in Richtung Wintermärchen („Batman Returns“, 1992) und Faschingsgschnas („Batman Forever“, 1995, und „Batman & Robin“, 1997) ist das Batman-Franchiseunternehmen


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