„Ich wollte nicht schockieren“


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

KUNST Hermann Nitsch wird 70. Ein Gespräch über sein Desinteresse an Politik, sein Verhältnis zum Tod und den Umstand, dass die berühmteste Aktion ohne ihn stattfand.

Seinen 70. Geburtstag am 29. August wird Nitsch nicht, wie noch den Sechziger, mit einem großen Orgien-Mysterien-Theater in seinem niederösterreichischen Schloss Prinzendorf begehen. Gefeiert wird in Punta Campanella, weil im nahegelegenen Neapel vom Sammler Giuseppe Morra gerade ein Museo Nitsch eingerichtet wird, in dem Video- und Fotodokumentationen, Malerei und die Musik des Künstlers zugänglich gemacht werden. In drei Jahren dann ist wieder ein Prinzendorfer Sechstagespiel geplant.

Falter: Wie kam eigentlich diese Neapel-Connection zustande?

Hermann Nitsch: Das geht auf das Jahr 1973 zurück. Da hatte der Beppe Morra meine Arbeit auf der documenta gesehen und lud mich ein, eine Ausstellung und eine Aktion zu machen. Das war ein Riesenerfolg und gleichzeitig ein Riesenskandal. Seither sind wir Freunde.

Gibt es eigentlich

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