Im Bauch des Wals

Kultur | Nicole Scheyerer / Saragossa | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

REPORTAGE Die Expo 2008 im nordspanischen Saragossa ist dem Thema „Wasser und nachhaltige Entwicklung“ gewidmet und könnte Österreich zu einigen Geldflüssen verhelfen.

Na endlich: Die rote Leuchtanzeige zeigt 302 Stundenkilometer. Der spanische Hochgeschwindigkeitszug AVE (Alta Velocidad Española; ave = spanisch für „Vogel“) erreicht sein maximales Tempo. Nur zweieinhalb Stunden braucht der „Vogel“ für die 625 Kilometer lange Strecke von Madrid nach Barcelona. Ziemlich genau in der Mitte zwischen den beiden Metropolen liegt Saragossa, die fünftgrößte Stadt der Iberischen Halbinsel. Die unscheinbare, 650.000 Einwohner zählende Provinzstadt wurde schon von napoleonischen Truppen und im spanischen Bürgerkrieg zerstört. Außer Marienwallfahrern haben sich bisher nur wenige Touristen in die Universitätsstadt verirrt. Aber seit Saragossa Triest und Thessaloniki bei der Expo-Bewerbung ausstechen konnte, geht es mit dem Fremdenverkehr bergauf: Voraussichtlich sechs Millionen


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