Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

Isa Rosenberger 40 Jahre später posiert sie noch einmal für die Kunst. Isa Rosenberger hat jene Frau gefunden, die in den 60er-Jahren für die inzwischen demolierte Statue „Die Chemiearbeiterin“ in der ostdeutschen Industriestadt Wolfen Modell stand. Rosenbergers Video zeigt, wie sie sichtlich berührt auf das leere Podest vor der maroden Fabrik steigt – ein starker Moment in der Secessionsausstellung, der den tiefen zeitlichen und ideologischen Einschnitt spürbar macht. Ihr Video „Ein Denkmal für das Frauenzentrum (The Making Of)“ stellt eine Gruppe von arbeitslosen Ostdeutschen vor, die ihrer sozialen Aktivität durch ein Fahnendenkmal öffentliche Sichtbarkeit geben. Sie wollen nicht mehr nur als die „Doppelverliererinnen der Wende“ repräsentiert sein. Rosenberger arbeitet mit Oral History und stellt in ihren aktuellen Arbeiten die Frage, welchen Bedeutungswandel urbane Monumente und Bauten in Osteuropa durchgemacht haben. So trifft sie in Bratislava drei Frauen unterschiedlicher


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