Stadtrand

Rasenunruhen

Stadtleben | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

Der Heldenplatz gleicht momentan einem Acker, falls es wer gesehen hat. Manche sprechen auch von „Marslandschaft“, was vielleicht ein bisschen übertrieben ist. Natürlich war es absehbar, dass die Wiese den Uefa-Verantwortlichen die Fanzone übelnehmen würde. Zentimeterhoch bedeckte man sie mit zerschreddertem Terrassenholz, ließ die Meute darauf herumhopsen. So was kann man doch planen! Und rechtzeitig Rollrasen bestellen. Stattdessen sieht der Heldenplatz auch acht Wochen nach der Euro noch so aus wie während der Euro. Nur ohne Fußballfans und Holzschnitzel. Dafür gibt‘s meterhohe Bauzäune, Traktoren und Baumaschinen. Mitten im Sommer, mitten in der Tourismushauptsaison. In anderen Zusammenhängen (z.B. der Wildplakatiererei) ist gerne davon die Rede, dass Wien für seine Besucher möglichst schön sein soll – wie erklären Reiseführer denn momentan die Gstättn rund um Prinz Eugen? Ende September soll der Heldenplatz wieder begrünt sein. Wird auch Zeit, schließlich braucht man das Gelände bald wieder. Für die Bundesheer-Panzershow zum Nationalfeiertag. C. W.


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