Donaubalzer

Stadtleben | Nathalie Grossschädl und Yvonne Schröder | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

GESELLSCHAFT Sprachlosigkeit, Witz oder plumpe Anmacherei: Wie originell sind Großstadtmänner heute, wenn sie Frauen kennenlernen wollen? Ein Selbstversuch am Donaukanal.

Samstagnacht, Strandbar Herrmann. Es ist kurz vor 22 Uhr. Am beliebten Sandstrand neben dem Donaukanal herrscht aufgeregtes Partytreiben. Die Laternen am Wasser und die Barbeleuchtung sorgen für ein Schummerlicht, die sommerlichen Temperaturen lassen fast mediterrane Gefühle aufkommen. Aber nicht zum Feiern sind wir hier. Wir sind losgezogen, um herauszufinden, wie originell die männlichen Wiener bei ihren Anmachsprüchen sind.

Wir sind weiblich, Anfang 30, blond und brünett. Die Haare tragen wir offen, Y. mit ihr in die Stirn hängendem Pony. Wir stecken in engen Jeans, kessen Tops und hochhackigen Schuhen und wollen auffallen. Wir haben uns auch vorgenommen, an längst überholten Rollenklischees festzuhalten: Er spricht, sie lässt ansprechen. Das ist nicht emanzipiert, aber für diese Geschichte unumgänglich.

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