Dreiecksbeziehungen

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

WERBUNG Wenn die Wiener SPÖ einen Wahlkampf führt, dann gilt so manche Regel nicht mehr. Zum Beispiel, was Plakate betrifft.

Wer bis vor einem halben Jahr in Wien eine Kulturveranstaltung bewerben wollte, der engagierte einen Wildplakatierer. Bunte Poster auf Brückenpfeilern oder Stromkästen kündeten dann von der aktuellen Ausstellung im Künstlerhaus oder vom Konzert in der Szene Wien. Im Jänner 2008 machte die Gemeinde dem Treiben ein Ende: Mit Verweis auf die Straßenverkehrsordnung wurde das Wildplakatieren verboten. Als Ersatz dienten sogenannte Halbschalen, tausende über die ganze Stadt verteilte Metalltafeln. Kulturplakat heißt die Initiative, zentral organisiert wird sie von der Kulturplakat GmbH, die mehrheitlich der rathausnahen Außenwerbefirma Gewista gehört. Von den alten Wildplakatierern schlossen sich manche der neuen Aktion an, andere protestierten und kleben bis heute ihre Werbeposter illegal. Kritiker werfen der Gewista Monopolisierungsbestrebungen vor. Um diesem


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