Der Himmel über Wien

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

STADTANSICHTEN Im Land der Vorortidyllen und Stelzenberge: Der Fotoreporter Peter Rigaud versammelt in einem Bildband die erstaunlichen Ergebnisse seiner langjährigen Wien-Erkundungen.

Das Cover dieser Publikation ist eine Zumutung. „Wien / Vienna – Fotoessay“ ist auf dem Buchumschlag zu lesen, dazu der Name Peter Rigaud. Wien im Bild: Kein Fiaker mit imperialer Bartkunst im Gesicht ist auf dem Einband zu sehen; touristische Greif- und Kaufreflexe werden mittels fotografierter Riesenräder, goldglänzender Musikerstatuen und paradierender Pferde nicht befördert. Wien ist, am unteren Rand dieses Buches und nur einige Millimeter hoch, als Häusermeer dargestellt, auf dem sich ein blauer Himmel türmt. Weiße Wolken schweben über der Stadt, die durch zwei ins Bild ragende Gebäude, klotzig und mattschwarz, überhaupt erst identifizierbar wird: die Türme des Allgemeinen Krankenhauses als neues Erkennungszeichen der Metropole.

„Fotografische Liebeserklärung“ nennt der Bildreporter


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