Unfairständnis

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

HANDEL Anlässlich von Olympia stellt sich die Frage: Gibt es fair produzierte Sportartikel?

Keine Medaille für Olympia“ lautet das Ergebnis einer Untersuchung von vier Betrieben, die die Lizenz erhalten haben, offizielle Produkte zu den Olympischen Spielen in China herzustellen. Die internationale Organisation Play Fair, ein weltweiter Zusammenschluss von Gewerkschaften und NGOs, hat in diesen Unternehmen nachgeforscht, ob jeweils gültige Arbeitsgesetze und -bestimmungen eingehalten werden, ob die Bezahlung gerecht ist, ob Kinder dort arbeiten, wie es mit der Sicherheit für die Angestellten aussieht. Das größte der vier Unternehmen, eine Kappenproduktion im an der Grenze zu Hongkong gelegenen Shenzhen, zwingt seine Leute, meist sind es Frauen, 13 Stunden am Tag sieben Tage die Woche zu arbeiten – und zahlt weniger als 50 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns. Oft behindern Zulieferfirmen die Bildung von Gewerkschaften massiv. Nicht nur zu sportlichen Großereignissen produziert


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