Das Schengen-Märchen

Politik | Jeannine Hierländer | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

Der öffentlichen Meinung zufolge hätte mit dem Fall der Schengen-Grenzbalken die Kriminalität in Österreich in die Höhe schießen müssen. Seit kurzem aber weiß man: Die Befürchtungen sind nicht eingetreten, im Gegenteil zeigt die Statistik sogar einen Rückgang der kriminellen Delikte an.

Die Debatte, die im Vorfeld über die Öffnung der Grenzen geführt wurde, war von Panik geprägt – laut Kronen-Zeitung dürfte man sich überhaupt nicht mehr auf die Straße wagen. Nach Ansicht der steirischen Grünen wurde das Thema zu sehr gepusht. Es sei nie anzunehmen gewesen, dass plötzlich massenweise Einbrecherbanden aus Slowenien bei uns einmarschieren, meint Pressesprecher Bernd Hadler. Auch die KPÖ sieht viel Angstmache im Spiel. In der ÖVP hingegen geht man davon aus, dass die Kriminalität ohne entsprechende Maßnahmen stark zugenommen hätte: „Von Panikmache kann keine Rede sein – ich glaube, dass sich die Schengen-Ausgleichsmaßnahmen bewährt haben“, sagt Klubobmann Christopher


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