„... blüht wunderschön“

Kultur | Christof Huemer | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

GARTEN Rosemarie Cividino hortet in ihrem Garten auch Pflanzen, mit denen man lieber nicht auf Tuchfühlung geht. Eine Schnupperstunde im Stinkgarten.

Es stinkt grauenhaft; grauenhaft nach etwas, das vor vielen Tagen einmal verfaulter Fisch gewesen sein könnte, und berührt man ihn kurz, haftet noch Stunden später sein ekliger Gestank an den Fingern. „Ist das Ihr Liebling?“, fragt man Rosemarie Cividino. Die lächelt, macht eine vieles miteinschließende Geste: „Das sind alles meine Lieblinge.“ Also auch der Kollege, der nach nassem Hund stinkt? Ja, auch der.

Der Name der nach verfaultem Fisch riechenden Pflanze ist „Stinkgänsefuß“. Jene, die nach nassem Hund riecht, heißt „Nieswurz“ („Blüht schon im Februar wunderschön“, steht auf dem korrespondierenden Schild). Jetzt noch einigermaßen schön blüht die Stinkstrohblume, neben ihr Pflanzen, die nach Aas stinken, nach Petroleum, nach Katzen-Urin. Teils kommen sie von weit her ins steirische Pöllau, aus Südafrika,


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