Steirerbrauch

Stadtleben | aus FALTER 34/08 vom 20.08.2008

WEITWANDERN Aufgwacht: Mittag war‘s, die Sonn so heiß. Und um ihn herum nur Sterzstauden: hoch, hellgrün, still. So streng sind die Stauden gstanden! Habtacht! Hat durch die Spalier gschaut, ist in die Höh ghupft – ein Acker ohne End, hat er dacht. Schau, der Steirerhut am Boden: Hat der ihm ghört? Dann ist er losmarschiert durch das Sterzstaudenspalier, den Hut am Steirerschädel. Immer gradaus. Fragen hat er nicht wollen, Antworten hat er keine ghabt. Aber singen wollt er: A türkischer Sterz und a Schwammsupp‘n drauf. Holladio. Drei Stund ist er grennt und noch immer kein End. Holladio. Nur Sterzmilch gsoffen, kein Schwein hat er troffen. Holladio. Die Sonn war dann weg, und er müd im Dreck. Holladio. Die Nacht hat er gfroren, das Hüaterl verloren. Holladio. Aufgwacht: Mittag war‘s, die Sonn so heiß. T.W.


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