Lob des Greisenalters

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Zum Wahlkampf: warum Grünenchef Alexander Van der Bellen den Kanzleranspruch stellen sollte.

Die Wahl rückt näher, langsam merkt man es. TV-Duelle schaben an den Nerven, es gibt Streit um Plakatständer, so viele Parteien wie noch nie kandidieren. Aber alles scheint halb so wild wie sonst. SPÖ und ÖVP geben sich staatsmännisch, die Kommentatoren haben schon wieder nichts anderes im Sinn als Koalitionsoptionen und interpretieren einmal vorsichtshalber Werner Faymanns Festlegung: "Nicht mit der Strache-FPÖ!" ins Gegenteil um. Mit welcher denn sonst? Mit einem Zusammenschluss von BZÖ und FPÖ kann ja wirklich niemand rechnen. Politopa Haider, der alte Gaukler, stand seinem Klon, dem etwas jüngeren Volksschauspieler Heinz-Christian Strache gegenüber. Sie widmeten sich dabei intensiv der Frage, wer das Original sei und wer die Kopie. Strache, das Wiener Original, oder Haider, der oberösterreichische Unterkärntner, der Wiedergänger seiner selbst. Ein Zirkusakt:


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