Der letzte Sieg des Terrors


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

KRIMINALITÄT Sie mordeten in Wien und bunkerten hier sechs Millionen Euro. Jahrelang kämpfte die Republik um das Vermögen der Abu Nidal-Gruppe. Nun unterlagen Staat und Opfer in einem abenteuerlichen Prozess.

Müssen Sie über dieses Urteil wirklich schreiben?" Farid Rifaat versinkt in seinem braunen Ledersofa, sein Blick schweift in seiner mit Gemälden, hohen Kachelöfen und Antiquitäten ausgestatteten Kanzlei umher. Der gebürtige Ägypter Rifaat hat seine noble Residenz nicht nur seinen vielen österreichischen Mandanten zu verdanken, darunter Holocaustleugner, Neonazis, Drogendealer und der ehemalige Bundeskanzler Viktor Klima. Berühmt wurde der Arabisch sprechende Advokat, weil er einst einen Attentäter der Abu-Nidal-Gruppe (ANO) vertrat, jener Organisation, die in den Achtzigerjahren in Wien sechs Menschen ermordete und Dutzende verletzte (siehe Kasten). "Mich reizen die extremen Fälle", sagt Rifaat. Er meint damit auch jene, die den Rechtsstaat auf die Probe stellen. Wo Politik,

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