Rabenvater Staat

Politik | Florian Klenk und Barbara Tóth | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

FAMILIEN Der Wahlkampf entdeckt die Eltern. Welche Partei macht die modernere Politik? Früher lautete die Antwort: die SPÖ. Heute gilt das nicht mehr.

Christa Karigl hat eine einfache Rechnung angestellt. Die selbstständige Steuerberaterin mit vier Kindern arbeitete durchgehend, auch als ihre Kinder Georg, heute 13, Ursula, 11, Nikolaus, 9, und Felix, 3, noch ganz klein waren. Steuern bezahlte die verheiratete Frau viel. Karenz- oder Kindergeld bezog sie nie. Dafür gab sie viel Geld für die Betreuung ihrer Kinder aus. Zuerst stellte sie ein Kindermädchen an, später dann ein Au-pair. Rund 7000 Euro kostete sie das alles im vergangenen Jahr - und genau diese Summe wird sie mit ihrer Einkommenssteuererklärung bei ihrem Finanzamt in Vöcklabruck als Werbungskosten geltend machen. "All das waren doch Ausgaben zur Sicherung und Erhaltung meiner Einnahmen", argumentiert sie. Als Fachfrau weiß sie, dass der Finanzbeamte ihr das nicht durchgehen lassen wird. Ausgaben für die Kinderbetreuung


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