Kommentar

Salzburger Festspiele: Roll over Schiller!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

Die Salzburger Festspiele wollen kein normales Festival sein, sondern der temporäre Mittelpunkt der Kunstwelt. Deshalb müssen sie noch stärker als andere Festivals nach Unverwechselbarkeit trachten. Am besten erreicht man das, indem man nur Produktionen zeigt, die sonst nirgends zu sehen sind - ein Luxus, den sich kaum ein Festival leisten kann. Salzburg kann: Zumindest in der Oper laufen hier nach wie vor fast nur exklusive Inszenierungen.

Anders das Schauspiel, das sich bei den Festspielen selbst "tragen" muss; mit dem Überschuss, den der Domplatz-Dauerbrenner "Jedermann" erwirtschaftet, wird der Rest des Schauspielprogramms finanziert. Um sich dennoch mehr als zwei, drei Premieren leisten zu können, setzen die Festspiele im Schauspiel verstärkt auf Co-Produktionen, die zwar in Salzburg Premiere haben, anschließend aber an jenes Theater übersiedeln, mit dem zusammen sie produziert wurden.

Mit "Verbrechen und Strafe" stand in diesem Jahr aber zumindest eine Eigenproduktion (abgesehen


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