Lernen von Bully Herbig

Maya Mckechneay | Kultur | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

FILM Leander Haußmanns sympathisch krude Komödie "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" lässt es partymäßig knallen.

Der tibetische Mönch lächelt, tritt einen Schritt näher und - wumm!, bläst ihm die Uzi den Kopf weg. "Das ist so geil menschenverachtend!", freut sich Robert Zimmermann und nietet gleich auch den katholischen Priester um. Je fieser, desto besser der Umsatz. Robert Zimmermann kennt sich da aus. Schließlich hat er den Ego-Shooter, den er spielt, selbst entworfen.

Subtilität ist auch Leander Haußmanns Sache nicht. Wenn der Berliner Regie führt, muss es partymäßig knallen. Das war schon so, als der mittlerweile 49-Jährige noch an Deutschlands Bühnen inszenierte: Sein "Romeo und Julia"-Paar ließ er Anfang der 90er am Münchner Residenztheater nackt an hunderten Ballonen schweben. 1999 trug ihm sein erster Kinofilm, die DDR-Komödie "Sonnenallee", viel Lob, aber auch Kritik ein - tanzte man darin doch zu Maschinengewehrsalven vor der Berliner Mauer.

Haußmanns

  607 Wörter       3 Minuten
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