Swuh, Newauuah, Rahr

Kultur | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

VORABDRUCK Wie mich Freddie Mercury vor den Nonnen rettete und ich meinen ersten Sex hatte. Aus dem Roman "Boboville" von Andrea Maria Dusl

Warum es so ist, weiß ich nicht, aber als Kind, so viel ist sicher, hat man einen schlechten Musikgeschmack. Um genau zu sein, und ich spreche hier von mir, hatte ich überhaupt keinen Musikgeschmack. Die Reste von irgendwas, was mit Musik zu tun hatte, hatten mir die Nonnen abgewöhnt, die Leopoldsgassennonnen, wenn ich am Klavier klimperte bei ihnen, um das Etüdenheft abzuarbeiten, dann war das schon nicht so funky, schwarze Musik, das sollte ich später lustvoll lernen, hörte sich anders an. Die Nonnen jedenfalls groovten nicht, niemals taten sie das, indes sie wichsten mir mit dem Rohrstab auf die Finger, Bambus zu ihm zu sagen hatten die bösen Tanten nicht den Mut, Bambus hätte ja Schwanz heißen können oder Stängel oder Penis, oh Gott. Als ob Rohrstab nicht auch schon Penis hieße.

Musik tat mir weh, und der Nonnen Schläge hatten Klavier


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