Nüchtern betrachtet

Ich nehme Ferien von meinem Getränk

Kultur | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

Es soll Frauen geben, die bis tief in die besten Jahre hinein nicht wirklich wissen, ob sie mehr ein Herbst- oder ein Wintertyp sind und ob eine etwaige Mutterschaft damit harmoniert. Wer genug Zeit und Geld für solche Probleme hat, sollte sich ihnen auf jeden Fall ausführlich widmen, sie lösen sich ohnedies früh genug von selbst. In Gwendoline Rileys wunderbarem Roman "Cold Water", den anzupreisen ich die mir anvertraute Macht des leitenden Redakteurs diesmal tüchtig missbrauchen will (siehe auch Seite 51), hat die 20-jährige Protagonistin jede Menge Probleme. Eines davon bringt sie in einem einzigen Satz auf den Punkt: "Ich habe immer noch nicht mein Getränk gefunden." Das ist in der Tat eine ernste Angelegenheit. Es empfiehlt sich ja durchaus, in gewissen Dingen wählerisch und flexibel zu sein, und wer sich in Sachen Outfit, Partner und Zimmereinrichtung allzu früh festlegt, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit später bereuen - sagen die Sozialstatistiker. Aber in Sachen Getränk


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