Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

Sex

Spinnensex Die Leute trudeln wieder aus den Sommeroasen ein und mit ihnen die neuesten Geschichten aus dem Bereich der Erotik. So habe ich nun Kenntnis von dem neuesten Kick: Arachnophobia-Sex. Man nehme eine Partnerin, die auf Spinnen panisch reagiert, und urlaube mit ihr in einem möglichst exotischen Land (in diesem Fall war es Belize bzw. eine Insel davor). Als es im Ferienressort sexuell zur Sache ging, da bemerkte die Angsthäsin ein amtlich großes Spinnenexemplar an der Wand mit langsamem, aber eindeutigem Kurs Richtung Bett. Aber anstatt hysterisch abzubrechen, begann sie ihren Partner anzufeuern, er solle weitermachen. So wurde es dramatischer Sex, Aug in Aug mit der Angst. Jeden Zentimeter, den das Tier näherkam, kam sie mehr in Rage - den Höhepunkt gab's kurz vor Eintreffen der Spinne auf dem Kopfpolster. Neurosensadomaso, quasi. Hm. Mir graust ja schon vor unseren Motten daheim. Wenn ich bei deren Auftauchen jedes Mal schnackseln müsste, käm ich irgendwie zu nix mehr. Mottensex klingt auch uncool.

Heidi List

Fussball

Die große Ohrensause Im Wiener Derby explodierte ein Feuerwerk so nahe an Georg Kochs Ohr, dass der Rapid-Tormann mit einem Gehörtrauma vom Platz musste. Der Goalie wird möglicherweise einen bleibenden Schaden davontragen. Handelte es sich um einen Einzelfall, könnte man den Täter verurteilen und zur Tagesordnung übergehen. Tatsächlich aber werden in wichtigeren Spielen ununterbrochen Knallkörper und andere Objekte auf das Spielfeld geworfen - eigentlich ein Wunder, dass nicht öfter was passiert. Die Werferei ist eine Unsitte, wie sie etwa in englischen Stadien undenkbar wäre. Hier hat man sich offenbar damit abgefunden. Auch dafür gab's im Derby ein anschauliches Beispiel: Spieler, die zum Eckball antraten, wurden von Ordnern mit Sonnenschirmen fürsorglich davor beschützt, mit Bier beschüttet zu werden.

wolfgang kralicek


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