Gefühlt schwerelos

Stadtleben | Mario Böck und Gabi Horak | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

STADTMENSCH Eva Worisch ist Turmspringerin, 80 Jahre alt- und immer noch Olympionikin.

Natürlich hätte sie die jungen Leute von ihrer Fernsehcouch vertreiben können. Stattdessen kauert Eva Worisch wie selbstverständlich vor ihren Kindern und Enkeln auf dem Boden ihrer Wohnung im Arsenal - einen Arm auf dem Sitzschemel abgestützt, immerhin. Heute drückt die 80-Jährige ihrer Enkelin die Daumen. Im Fernsehen läuft Olympia. Gespannt wartet Worisch auf den großen Auftritt von Nadine Brandl, Synchronschwimmerin für Österreich bei den Spielen in Peking. Sie weiß, wie sich das anfühlt. Sie selbst war als Turmspringerin bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki und 1956 in Melbourne dabei. Beide Turniere beendete sie als Neunte und verpasste damit jeweils um einen Platz den Einzug ins Finale.

Aber aufregender, als vom olympischen Geist erfasst zu werden, war für Eva Worisch offenbar die Reise selbst: "Nach Helsinki war unser erster Flug - schon beeindruckend." Sie holt zwei abgegriffene


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