Tier der Woche

Drogenszene

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

Bei den Olympischen Spielen in Peking sah es lange Zeit so aus, als ob es in allen 36 Sportarten nur fünf Dopingfälle geben würde, bis in der letzten Woche die Pferde Cöster (D), Camiro (N), Lantinus (IE) und Chupa Chup (BR) als Dopingsünder aufgedeckt wurden.

Manche mögen das zum Wiehern finden, aber das Wort "doping" bezeichnete ursprünglich sogar jene Aufputschmittel, die bei Pferderennen im England des 19. Jahrhunderts zum Einsatz kamen. 1889 wurde der Ausdruck erstmals in ein englisches Lexikon aufgenommen und beschrieb die Verabreichung einer Mischung aus Opium, Kokain, Strychnin oder Karbolsäure an Rennpferde, um deren Siegeschancen zu steigern. Dopingkontrollen bei Menschen wurden erst 80 Jahre später bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble (Winter) und Mexiko (Sommer) eingeführt.

Die Liste der an Pferde verabreichten Substanzen ist lang und umfasst alle Bereiche: Amphetamin lässt die Tiere länger laufen, Methylxanthine unterdrücken das Ermüdungsempfinden, mit dem


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