Global denken, regional essen

Stadtleben | Tiz Schaffer | aus FALTER 35/08 vom 27.08.2008

NEUÜBERNAHME Das Starcke Haus am Schloßberg ist seinem Motto "Echt steirisch" treu geblieben. Regionales kommt hier aber auch schon mal im Wok daher.

Der Festungsbaumeister Dionisio Todel baute 1575 am Fuße der Stadtbastei einen Pulverturm. Nach der Zerstörung durch die bösen Franzosen wurde ein Winzerhaus daraus, das um die Jahrhundertwende vom Dresdner Hofschauspieler Gustav Starcke (1848-1921) bewohnt wurde. Der war vom Schloßberg so begeistert, dass er ihm zu Ehren sogar einige Gedichte verfasst hat. So viel zur Geschichte.

Dass der Architekt des Hauses ein Dodl war, das haben sich vielleicht Manuela Roth und Milivoj Novak insgeheim schon mal gedacht. Seit Anfang Juli bewirtschaften sie die verwinkelte Angelegenheit. Winkel erfreuen das Auge, weniger das Personal. Das ist sehr bemüht, tänzelt durch die engen Räume und wirkt wohl auch angesichts der Neuübernahme noch etwas gestresst. Man entspannt sich mit einem Blick über Graz.

Kaum verwinkelt ist die Speisekarte. Wohlfeile


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