Ein Riese atmet aus

Politik | Donja Noormofidi und Thomas Wolkinger | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

WIRTSCHAFT Was passiert, wenn einer der größten Arbeitgeber Österreichs plötzlich 600 Mitarbeiter zu viel hat?

Walter Theisl hat gewusst, dass es so kommen würde, schon als er im Juli dieses Jahres wieder beim Autofertiger Magna Steyr in Graz anfing. Als Leiharbeiter muss man immer damit rechnen, "freigesetzt" zu werden. Ende Juli war es dann so weit: Der BMW-Spartenleiter kündigte bei einer Versammlung an, dass die Produktion des BMW X3 zurückgefahren und damit die Nachtschicht und 350 Arbeiter eingespart würden. "Von den nicht mehr benötigten Leiharbeitern hat damals keiner gesprochen, ohne sie klingt die Summe weniger drastisch", sagt Theisl.

Bis Ende September baut er nun noch an jedem Arbeitstag 125 Autokarosserien des leichten Geländewagens X3 zusammen. Der Roboter schweißt die großen Teile, Theisl und seine menschlichen Kollegen sind für die feinen Schweißnähte zuständig, für die Roboter zu ungeschickt sind. Die Arbeit ist hart, Theisl muss den ganzen Tag stehen, wenn


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