Es lebe der Schilling

Stadtleben | Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

LOKALTIPP Eine aus dem Kosovo stammende Familie zeigt in der Grazer Innenstadt, wie man erfolgreich ein österreichisches Balkan-Beisl führt.

Fatmir Ramiqi ist ein fröhlicher Mensch. Der gebürtige Kosovare, den es vor gut zehn Jahren zuerst nach Mariazell und dann nach Graz verschlagen hat, hat für jeden Gast einen freundlichen Gruß und eine kleine Plauderei übrig. Zusammen mit seiner Familie beweist der Wirt seit viereinhalb Jahren in der Kalchberggasse, dass die auf den Wahlkampfplakaten derzeit so vehement eingeforderte Integration von Einwanderern auch ohne populistisches Geschrei ganz entspannt im Beisl funktionieren kann. In Ramiqis Portfolio findet das heimische Spanferkel Platz neben den südeuropäischen Calamari, und keiner hat ein Problem damit. Wenn Herr Ramiqi nicht gerade kocht oder sich mit den Gästen unterhält, sammelt er übrigens alte Schillinge, daher auch der Name seines Restaurants. Das älteste Exemplar in seiner Kollektion stammt aus dem Jahr 1936; wer nicht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige