Ende einer Illusion


Raimund Löw

Vorwort | aus FALTER 36/08 vom 03.09.2008

AUSLAND Der Georgien-Konflikt erfordert ein neues Sicherheitssystem in Europa, das die Traumata der UdSSR berücksichtigt.

Tiroler Hoteliers, Wiener Bankiers und Bauunternehmer in ganz Österreich können beruhigt sein: Es wird keine EU-Sanktionen gegen Russland geben. Wohlbetuchte Besucher aus dem Osten werden ihre Urlaube weiter in Kitzbühel verbringen. Die russischen Milliardenwerte auf österreichischen Banken bleiben tabu, die Firmenschilder der Strabag rund um den Kreml werden nicht abmontiert. Finanzielle Strafmaßnahmen oder eine Verschärfung des Visaregimes gegen Russland, die im aufgewühlten Baltikum und anderen osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten seit dem Ausbruch der Georgien-Krise gefordert werden, sind vom Krisengipfel der EU Anfang der Woche verworfen worden. Eine realistische Zurückhaltung, hätte sich die russische Führung auf diese Weise doch mit Sicherheit nicht zu einer Änderung ihrer Kaukasuspolitik bewegen lassen.

Das rasante Tempo, mit dem Russland den verantwortungslosen

  916 Wörter       5 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige